.

.

WILLKOMMEN ----- WELCOME ----- BIENVENUE ----- WELKOM ----- HOSGELDINIZ ----- BIENVENIDOS ----- VELKOMMEN

Montag, 4. November 2013

Keksstempel-Set ... oder warum man beim Backen nicht telefonieren sollte ;-)

Kennt ihr das auch: man sieht etwas, das Kopfkino läuft direkt an und man muss es unbedingt sofort haben?
Mir erging es so beim letzten Besuch der Tchibo-Online-Seite. Kaum hatte ich mir die Angebote angesehen, sprang mir das Keksstempel-Set ins Auge.

Kekse mit individuellem Aufdruck – wie cool!

Und sofort ratterte mein Gehirn los: wir fahren in den Herbstferien für ein paar Tage mit Freunden nach Berlin (ich werde darüber noch ausführlich berichten!), wie nett wäre es da, wenn ich für die Fahrt mal eine besondere Wegzehrung backe … und bald ist Weihnachten, da läßt sich dieses Stempelset bestimmt auch ganz toll einsetzen … oder als persönliche Keksaufmunterung für´s Kind in die Pausenbrotdose gepackt … oder als süße Liebesbotschaft dem Göttergatten in die Arbeitstasche geschmuggelt … und und ... und ...
Während meine Gedanken noch Purzelbaum schlugen, hatte ich schon auf „kaufen“ geklickt.

Zwei Tage später brachte der Paketbote das heißersehnte Päckchen.


Das Stempelset enthielt 2 Platten mit je 88 Schriftzeichen (Alphabet, Zahlen, Sonderzeichen) aus Kunststoff, einen Aufbewahrungsbeutel sowie eine kurze Bedienungsanleitung mit einem Rezeptvorschlag.

Mann und Sohn wurden kurzerhand rausgeschickt, um mit dem Hund eine große Gassirunde zu gehen, damit ich in Ruhe loslegen konnte.

Ganz so schnell wie erhofft ging es dann allerdings doch nicht. 



Die Schriftzeichen mussten nämlich erst mal voneinander getrennt werden. Eine wirklich zeitaufwendige und sterbenslangweilige Arbeit! Jedes einzelne kleine Kunststoffzeichen (88 je Platte!) musste mittels einer scharfen Schere von den anderen abgeschnitten werden. An allen Seiten muss man die Verbindungsstücke richtig entfernen, sonst ist kein richtiges Zusammensetzen der Worte möglich. Ich sage euch: das nimmt und nimmt kein Ende!

Ist dies endlich (nach gefühlten Stunden *stöhn*) erledigt, dann muss man die richtigen Buchstaben in Spiegelschrift wieder zusammensetzen, um die entsprechenden Namen oder Botschaften stempeln zu können. Beim Zusammenstecken muss man darauf achten, dass die Mini-Einzel-Buchstaben richtig einrasten, damit das Wort gleichmäßig geprägt werden kann. Spätestens hier zeigt sich dann, ob man vorher die Buchstaben gut auseinander geschnitten hat, oder nicht. 

Ich hatte es nicht *grummel* – aber das habt ihr euch bestimmt schon gedacht ;-) 

Erwähnte ich schon, dass mein Name eigentlich Mrs. UNGEDULD heißen müsste? Insofern könnt ihr euch vorstellen, was ich von den kleinen fusseligen Feinmotorik-Schnibbel-Nacharbeiten gehalten habe … nun ja, so hatte wenigstens der Teig reichlich Zeit, sich im Kühlschrank zu entfalten.

Laut Hinweis in der Produktinformation soll man einen Keksteig verwenden, der nicht zu stark aufgeht oder quillt, damit das gestempelte Wort auch gut lesbar bleibt.

Ich hatte mich für einen einfachen Mürbeteig entschieden.

Ausgerollt, ausgestochen, auf Backpapier auf´s Blech gelegt … GESTEMPELT … und sich dann schon auf den Verzehr freuen! - ha, so hatte ich es mir zumindest gedacht.

Leider gibt es nirgends einen Hinweis, wie fest oder leicht man den Stempel aufdrücken soll. Sonderlich handlich fand ich nun die zusammengesteckten Teile auch nicht. Der "Griff" ist schon reichlich klein. Auch zeigte sich hier, dass ich über kein besonders gutes Augenmaß verfüge. Mein mühsam zusammengestecktes „Gute Reise!“ paßte natürlich nicht auf die Kekse, so dass ich es wieder auseinander friemeln musste, um die Worte untereinander zu stempeln. 




Mein gutgemeinter Rat an euch: solltet ihr Namenskekse stempeln wollen, überlegt euch gut, für wen diese sein sollen: „Mia“ oder „Kai“ können gerne Kekse bekommen. Bei „Ferdinand“ oder „Katharina“ wird es knapp (es sei denn ihr besitzt im Gegensatz zu mir Riesenkeksausstecher) und Leute mit Doppelnamen solltet ihr gleich mal von Eurer Geschenkeliste streichen – na ja, zumindest was Stempelkekse anbetrifft ;-)

Endlich! war die erste Ladung Kekse gestempelt und in den Ofen geschoben, als bei mir das Telefon klingelte. Tja, und wenn man sich gerade so nett unterhält und nicht auf die Zeit achtet, dann kann schon mal das passieren:



Schade, die erste Fuhre war also schon mal größtenteils verkohlt. Wie gut, dass ich noch Teig übrig hatte. Allerdings hatte mich zwischenzeitlich die anfängliche Begeisterung schon lange verlassen und die restlichen Plätzchen wurden nicht mehr mit so viel Liebe bearbeitet. Keine Ahnung warum, aber die zweite Ladung Kekse ist zwar nicht verbrannt, dafür war die Schrift aber auch nicht wirklich lesbar. Enttäuschend!



Ein Fehlkauf? Da bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Beim nächsten Mal werde ich einen anderen Teig ausprobieren und darauf hoffen, dass es besser funktioniert. Wäre doch gelacht, wenn ich so dusselige gestempelte Kekse nicht hinbekommen sollte! Ihr werdet es erfahren …

Verkohlte Grüße

Euer Grübchen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen