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Dienstag, 24. März 2015

Weck´ den Archäologen in Dir !





"Archäologie? ... Museum? ... Ach neeeee, wie langweilig! Da gibt´s doch nur olle Knochen, Scherben  und so´n Zeugs.  Müssen wir da wirklich hin?"
Das war die erste Reaktion vom Sohnemann.
  

Einige Stunden später hieß es dann: " Wieso fahren wir jetzt schon nach Hause? Können wir nicht noch mal da vorne gucken gehen?"


Ein Besuch im Westfälischen Landesmuseum für Archäologie in Herne hat uns bewiesen, dass eine Reise in die Vergangenheit jahrtausender Jahre Geschichte richtig spannend, lehrreich und kurzweilig sein kann. Klar gab es Knochen¸ Scherben und dergleichen zu betrachten¸ was Kinder normalerweise nicht vom Hocker reißt. 





Jedoch war alles wirklich anschaulich, teilweise sehr phantasievoll und abwechslungsreich präsentiert, so dass keine Langeweile aufkam.






Am besten gefallen hat den Kindern jedoch eindeutig das GrabungsCamp auf dem Außengelände, wo sie an einer "Mitmachgrabung" teilnahmen.  


Ausgestattet mit Forscherutensilien wie Dokumentationskladde, Zollstock, Eimer, Kelle und Pinsel wurden in den vorbereiteten Ausgrabungslöchern erstaunliche Dinge zu Tage gefördert. In Gruppen aufgeteilt konnten die anwesenden Kinder sich an den ihnen zugeteilten Gruben nach Herzenslust zu den Fundschätzen vorarbeiten - spannende Ausbeute  garantiert! 





Nachdem alle Funde der einzelnen Kindergruppen von der super netten GrabungsCamp-Betreuerin anschaulich und mit vielen kleinen netten Anekdoten erläutert wurden, erkannte man an den strahlenden Gesichtern der kleinen Archäologen und dem aufgeregten, euphorischen Geschnatter, dass die "ollen Knochen, Scherben und so´n Zeugs" doch nicht so ätzend und langweilig waren, wie zunächst vermutet.
Vergangenheit kann also doch super spannend sein ...

Weckt doch auch mal den Ärchäologen in euch! 

Liebe Grüße
Euer Grübchen

Sonntag, 16. März 2014

Route der Industriekultur - Umspannwerk Recklinghausen



Das aus den Jahren 1927/1928 stammende und in den 90er Jahren aufwendig modernisierte, restaurierte  und umgerüstete Umspannwerk Recklinghausen zählt ebenfalls zur Route der Industriekultur. Noch heutzutage werden von hier aus zahlreiche Haushalte, aber auch Industrie- und Gewerbebetreibe mit Elektrizität versorgt. Außerdem ist seit dem Jahr 2000 in dem Baudenkmal das Museum "Strom und Leben" beheimatet, in dem die Geschichte der Elektrizität anschaulich dargestellt wird.




 Besonders ein Besuch mit Kindern lohnt sich hier, denn in diesem Museum ist "anfassen und ausprobieren" ausdrücklich erwünscht!






Ich denke, dass es sich hier um eines der schönsten und interessantesten kind- und jugendgerecht aufgemachten Museen des Ruhrgebiets handelt. Genau das Richtige, um mal einen Regentag schön zu gestalten.




Wir haben im Rahmen des Umweltdiploms Gelsenkirchen gestern das Museum "Strom und Leben" im Umspannwerk Recklinghausen besucht. Für einen relativ günstigen Eintrittspreis (4 € für Erwachsene / 2,50 € für Kinder) kann man dort auf über 2.500 qm erfahren, wie Strom in kaum mehr als 100 Jahren unser Leben revolutioniert hat.  




Wer die Möglichkeit dazu hat, dem kann ich hier nur raten, eine Führung mitzumachen. Dort erfährt man so viele interessante und kurzweilige Details, dass die Zeit einfach nur im Fluge vergeht.




Diese spannende Museumszeitreise durch Industrie, Gewerbe und Haushalt hinterließ bei uns Erwachsenen ganz oft den "ach-ja-das-kenn-ich-auch-noch"-Effekt, während die Kinder einige Dinge mit fragenden Augen bestaunten und gar nicht so recht wussten, was sie denn überhaupt vor sich hatten. So wurde beispielsweise das hochgehaltene Waschbrett von einigen Kids für eine Vorstufe der Rollade gehalten, 



der gute alte Teppichklopfer wurde als Schneeschuh identifiziert und von den 14 anwesenden Kindern war nicht eines in der Lage ein Telefon mit Wählscheibe ordnungsgemäß zu bedienen.



Kaum zu glauben, oder? 

Während beispielsweise die Kinder mit einem gelangweilten Naserümpfen an der Unterhaltungselektronik aus den 80er Jahren (nein, für die Kids unbegreiflicherweise hatten wir damals weder Computer, Nintendo, XBox und dergleichen) vorbeigingen, schwelgten wir Erwachsenen in vielen Erinnerungen und konnten uns kaum loseisen. Also nicht nur ein kindgerechtes Museum, auch Erwachsene kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten!

Herrlich auch die Frage eines Kindes, ob der ausgestellte, alte Fernseher defekt sei ... nein, damals gab es noch keinen Farbfernseher ... und wie man denn die Programme ohne Fernbedienung umschalten würde .... tja, man musste doch tatsächlich aufstehen und Knöpfchen drücken.  Um die Kinder nicht vollends zu verstören, haben wir dann nicht verraten, dass es damals sogar noch einen "Sendeschluss" gab ^^

nostalgische Grüße

Euer Grübchen

Dienstag, 4. März 2014

Life is better at the beach



Oh ja, was für ein herrliches langes Wochenende! Da in der Schule am Rosenmontag und auch am heutigen Dienstag frei ist und auch mein Mann es beruflich einrichten konnte, dass er ein langes Wochenende hatte, haben wir ein paar super schöne, entspannte Tage in Südholland verbracht.

Ich lasse heute einfach mal ein paar Bilder für sich sprechen ….







Wir hatten so viel Glück mit dem Wetter, dass wir die Tage wirklich ausgiebig genießen konnten ...







Ach ja, es war wirklich wunderschön und die Tage sind natürlich wie im Fluge vergangen. Fern ab vom Karnevals-Trubel haben wir so richtig schön die Seele baumeln lassen.





In dieses tolle Windlicht habe ich mich übrigens in einer Strandbude verliebt. Da musste ich doch heute erst mal bei Amazon auf die Suche gehen und glücklicherweise bin ich dort auch fündig geworden. Werde gleich mal bestellen ...





Erholte Grüße

Euer Grübchen

Donnerstag, 2. Januar 2014

Route der Industriekultur – Halde Rungenberg

Berge haben wir hier im Ruhrgebiet natürlich nicht zu bieten, dafür aber viele Halden, die meist wie komische Höcker die Landschaft durchbrechen und uns ein paar kleine Gipfel-Erlebnisse bieten.

Heute Nachmittag waren wir auf der Halde Rungenberg, die zur „Route der Industriekultur“ (wichtigste und touristisch attraktivste Industriedenkmäler des Ruhrgebiets) gehört.





Die Gelsenkirchener Halde Rungenberg zählt zu den „brennenden Halden“ in Deutschland. Im Inneren des Haldenkörpers besteht ein Schwelbrand, der allerdings oberflächlich unauffällig und nicht erkennbar ist. 

Bei der Rungenberghalde handelt sich um eine Bergehalde aus dem Steinkohlenbergabau, die aus dem Abraum der ehemaligen Gelsenkirchener Zeche Hugo entstanden ist. 





Heutzutage ist die Halde begrünt, teilweise bewaldet und man kann dort wunderbar spazieren gehen. Die Halde hat eine Höhe von ca. 60 Metern (110 m über NN) und gehört damit schon zu den etwas größeren Haldenexemplaren. Hat man die obere Ebene erreicht, so wird man von dort mit einem tollen Blick über Gelsenkirchen und bei schöner, freier Sicht auch über die angrenzenden Ruhrgebietsstädte belohnt. 








(BP Werk Gelsenkirchen-Horst)



Auch Nachbarhalden, wie z.B. der Bottroper Tetraeder, die Halde Oberscholven mit ihren Windrädern oder die Hertener Halden Hoppenbruch und Hoheward mit Windkraftanlage, Obelisk, Horizontobservatorium und Sonnenuhr sind von hier aus gut zu sehen. Also eigentlich ... auf den dunklen Regenbildern leider nicht wirklich ;-)






Ganz oben auf der Halde Rungenberg befindet sich übrigens eine geteilte Schutt-Pyramide, auf deren zwei Hälften oben jeweils riesige Scheinwerfer (angeblich ist die verrostete Oberfläche der Scheinwerfer absichtlich gewählt) befinden. Nachts sollen die Lichter die geteilte Pyramide dann zu einer geschlossenen Form vollenden.




Der von uns heute gewählte Weg auf der Halde Rungenberg war irgendwie doch weiter als zunächst erwartet und so wurden wir von der Dunkelheit und einsetzendem Regen überrascht. Der Regen hörte übrigens pünktlich auf die Minute wieder auf, als wir dann endlich zurück am Fahrzeug angekommen waren, aber da waren wir schon alle triefnass und matschverschmiert. C´est la vie! 
Wir werden bestimmt ganz bald bei besserem Wetter noch mal auf die Halde gehen und uns dort in Ruhe umsehen. Aber auch bei Dunkelheit ist es natürlich schön, auf die Lichter der Städte hinabzublicken - faszinierende Eindrücke! Allerdings sollte man dann den Rückweg kennen ...

Wenn ihr mal im Ruhrgebiet seid und euch einen tollen Überblick verschaffen wollt, dann sollte ein Besuch einer Halde bei euch auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Also feste Schuhe einpacken - es lohnt sich!

Liebe Grüße

Euer Grübchen

Freitag, 20. Dezember 2013

FlicFlac – atemberaubende Momente

Laute Rammstein-Musik dröhnt aus den Lautsprechern, ein Hauch von Benzin liegt in der Luft, Motoren heulen … mitten in diesem ganz speziellen Flair staunen die Zuschauer mit angehaltenem Atem, weit aufgerissenen Augen und offenen Mündern.

Wer es auch mal laut mag, herausragende Akrobatik liebt, gefährliche Stunts und waghalsige Aktionen, durch die Luft fliegende und wirbelnde Menschen, Fahrräder, Inliner, Motorräder … der ist hier genau richtig:

 im Zirkus FlicFlac !



Die offizielle Beschreibung:

Im größten reisenden Zelt Europas präsentieren 40 internationale Artisten spektakuläre Stunts und Adrenalin-Nummern. Beim „Crossover“ fliegen Motocross Freestyler auf ihren hochtourigen Maschinen „über Kreuz“ durch die Luft. Einen neuen Weltrekord wollen die kolumbianischen Biker aufstellen, die erstmalig zu Neunt im eisernen „Globe of Speed“ atemberaubende Manöver drehen – am Ende gar „topless“, wenn sich die Kugel nach oben öffnet. Tollkühne Skater und BMX-Fahrer rasen auf eine gigantische Absprungrampe, gleich vier Trampoline bieten den perfekten Schwung für ein unglaubliches Turmspringen in schwindelnde Höhen der 18 Meter hohen Zeltkuppel. Schleuderbretter katapultieren Akrobaten aus allen Richtungen zu krachend lauter Rockmusik kreuz und quer durch die Luft. Darf es noch ein bisschen aufregender sein? Zwei menschliche Kanonenkugeln schießen durchs Zelt. Und Gänsehaut hoch Zwei verspricht das doppelte Todesrad – schließlich springen die Helden der Höhe hier in vollem Tempo von einem zum anderen Rad – ohne Netz und doppelten Boden.




Die Artisten und Künstler waren wirklich absolut top, die Darbietungen mal rasend schnell, gefährlich, dann aber zwischendurch auch wieder ruhig, graziös, sexy, bezaubernd oder auch mal humorvoll. Alles in allem eine sehr kurzweilige Show, die das Publikum begeistert. Die Inzenierung wird perfekt durch die etwas düstere Musik von Rammstein abgerundet und auf den Punkt gebracht. Von der ersten bis zur letzten Minute spannend und unterhaltsam.




Grübchen Junior, der normalerweise ständig plappert wie ein Wasserfall, war so dermaßen sprachlos vor Begeisterung, dass er tatsächlich nur noch 1-Wort-Phrasen von sich geben konnte: „wow!!!“, „cool!!!“, „Hammer!!!“, „klasse!!!“, „aaaahhhhh!!!“, „Wahnsinn!!!“, "geil!!!", „oooooooh!!!“ und schlußendlich „ZU-GA-BE !!!!“. Seine Hände waren noch Stunden später vom vielen Klatschen gerötet und seine Stimme vom Jubeln und Schreien ganz belegt. Genauso hingerissen und beeindruckt war seine kleine Schulfreundin. Und selbst wir Erwachsenen hatten Gänsehaut und haben staunend, fasziniert und berauscht die Show genossen.




Ich denke ganz kleine Kinder (bis einschließlich Kindergartenalter) sind hier definitiv überfordert. Für alle anderen ­ - egal ob groß oder klein – wird der FlicFlac-Besuch bestimmt ein beeindruckendes, spektakuläres Erlebnis der Extraklasse. Ein toller, abwechslungreicher Abend, absolut sehenswert!



Wir durften dieses super tolle Event vor ein paar Wochen in Berlin genießen.
Wenn ich richtig informiert bin, dann gastiert der Zirkus FlicFlac zur Zeit mit einer speziellen Weihnachtsshow bis Anfang Januar in Dortmund, Kassel, Nürnberg und Aachen. Der Ticketpreis (http://www.ticketmaster.de/artist/flicflac-tickets/912427) liegt je nach Sitzplatzkategorie zwischen ca. 20 und ca. 50 Euro. Ermäßigungen gibt es für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und Senioren.

Liebe Grüße

Euer Grübchen